18. Mai bis 25. August 2013
Um 1900 erlebte die seit 1767 bestehende Pforzheimer Schmuckindustrie eine besondere Aufbruchsstimmung und Blüte. Mit der Beteiligung einiger Pforzheimer Unternehmen an der Weltausstellung in Paris 1900 und den mannigfachen Einflüssen – so der figurative Stil des Art Nouveau aus Frankreich – entstand eine selbstbewusst entwickelte Eigenständigkeit des Pforzheimer Jugendstil-Schmuckes.
Kooperationen zwischen der Schmuckindustrie und Professoren der Pforzheimer Kunstgewerbeschule wie auch der aufmerksame Blick auf das, was sich außerhalb der Schmuckmetropole an Neuem abzeichnete, prägten die Pforzheimer Schmuck-Kreationen der Zeit um 1900. Auch die Zusammenarbeit mit Künstlern der Darmstädter Mathildenhöhe und der Wiener Werkstätte wirkte sich fruchtbar aus. Der Autor fand bisher unveröffentlichte zeitgenössische Quellen und konnte anhand Hunderter erhaltener originaler Schmuckstücke – Broschen, Anhänger, Colliers, Ringe, Hutnadeln und Zierkämme, die sich heute in Museen, Privatsammlungen und im Kunsthandel befinden – eine Auswahl für dieses Buch treffen. So entsteht ein lebendiges Bild der vielfältigen formalen und technischen Möglichkeiten, die in Formgebung, Handwerk und industrieller Fertigung charakteristisch waren für den Pforzheimer Schmuck des Jugendstils.
Viele bedeutende Entwerfer haben um 1900 für die -Pforzheimer Schmuckindustrie gearbeitet. Der erste breit gefasste Überblick – mit Angaben zu Künstlern und Firmen und mit großem Bildteil.
Künstler (in Auswahl):
Franz Böres | Max Gradl | Patriz Huber | Georg Kleemann | -Ferdinand Morawe | Otto Prutscher | Emil Riester | Fritz Wolber
Firmen (in Auswahl):
Theodor Fahrner | Gebr. Falk | Hermann & Speck | Kollmar & Jourdan | Lauer & Wiedmann | Levinger & Bissinger | Victor -Mayer | Meyle & Mayer | A. Odenwald | Rodi & Wienenberger | F. Zerrenner