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Cormanum Werkschau

Stuttgart, Hauptmannsreute 61a, 13.–16.12.2018

Madame Tricot

umgarnt mit Selbstgestricktem Werke von Rosemarie Trockel aus Wolle und Herdplatten:

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Junger Kunstkreis Fulda

Aufbruch in die Nachkriegsmoderne: Die Druckgrafik

Vonderau Museum Fulda...


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Cormanum Werkschau

Stuttgart, Hauptmannsreute 61a, 13.–16.12.2018

Cormanum öffnet zum ersten Mal die Türen des Turms in der Hauptmannsreute 61a in Stuttgart: Auf drei Ebenen werden besondere, hochwertige und handgemachte Einzelstücke präsentiert. Künstlerisch anspruchsvoll bis funktional – von der Skulptur über Möbel und Beleuchtung bis hin zu Tassen und Tellern, finden Sie Arbeiten aus Meisterhand und von jungen Nachwuchstalenten aus dem Bundesgebiet. Darunter sind auch Keramiken von Karin Bablok, die wir jüngst zu unserer letzten weekend art gallery eingeladen hatten, und von Ute Beck, die unserem Haus schon lang verbunden ist. Bei einem Glühwein auf der Dachterasse können Sie zudem den fantastischen Ausblick auf die schwäbische Metropole genießen.



Madame Tricot

umgarnt mit Selbstgestricktem Werke von Rosemarie Trockel aus Wolle und Herdplatten:

Warum der Storch die Babys bringt

Sammlung Froehlich, Leinfelden-Echterdingen (DE), 8.12.2018–2.2.2019

Zur Eröffnung am 8. Dezember 2018, 17h, führt Winfried Stürzl ein Gespräch mit der Künstlerin

Die Schweizer Künstlerin Madame Tricot strickt sich querbeet durch die Welt der Genüsse. Alle Lieben, die durch den Magen gehen, kommen bei ihr nicht nur gekocht auf den Tisch, sondern vor allem gestrickt unter die Lupe: Fleischeslust, Käsefrust, Gemüsegeist, Kräutertraum und süßer Schaum – der Stoff des Lebens wird handzahm, weich in Garn, leichte Spielerei.
Doch Dr. med. Dominique Kähler Schweizer alias Madame Tricot hat einen Kern von substanziellem Kaliber. Die Spinnerei folgt einem Plan. Der rote Faden kontrastiert schnurstracks und unverblümt die Arbeit Rosemarie Trockels: Während die Künstlerin das häusliche Handwerk subversiv in die Domäne der Gesellschaft und maschinellen Produktion überführt, beherzigt und erfrischt das Selbstgestrickte unkritisch alle Klischees von Frau und Mann. Lässt sich mit Nadel und Faden tatsächlich Altbekanntes verjüngend neu erstrickzeugen?
Von Mariä Empfängnis am 8. Dezember 2018 bis Maria Lichtmess am 2. Februar 2019 lädt die Sammlung Froehlich die Künstlerin ein, um folgende Fragen zu umgarnen: Wie kommt das Neue in die Welt? Was zum Teufel bedeutet unbefleckte Empfängnis?
Mit Madame Tricots Kuriositäten lässt sich locker flockig ein Glaubensstreit vom Zaun brechen, der den Beginn der Weihnachtsbäckerei zur Stunde der Dämmerung halbseiden heiter schummrig einläutet.

Unter dem Titel Delicatessen ist in unserem Programm die erste Monografie zu Madame Tricot erschienen.



Junger Kunstkreis Fulda

Aufbruch in die Nachkriegsmoderne: Die Druckgrafik

Vonderau Museum Fulda (DE),17.11.2018 bis 24.3.2019

Der Junge Kunstkreis Fulda (JUKU) setzte sich von 1958 bis 1973 intensiv mit der Kunst der Nachkriegsmoderne auseinander. Mit der Unterstützung des Mentors Karlfried Staubach wurden ca. 100 Ausstellungen durchgeführt, die das Kulturleben der Stadt Fulda bereicherten und häufig kräftig durcheinanderwirbelten.
Die nun eröffnete Ausstellung im Vonderau Museum Fulda zeigt erstmals gesammelt die etwa 60 Druckgrafiken, die zur Finanzierung der Galerie des JuKu entstanden waren. Die Arbeiten wurden von den Mitgliedern erstellt, unter denen sich so namhafte Künstler wie Franz Erhard Walther, Karlfried Staubach, Verena Pfisterer, Rudolf Kubesch, Alexander Deisenroth, Oswald Pejas u.a. finden. Außerdem präsentiert das Museum die Ausstellungskataloge, Plakate und Postkarten, die ebenfalls in künstlerischen Drucktechniken entstanden sind.
Trotz eines vorhandenen Standardwerks über den JuKu ist heute eine Identifizierung der Druckgrafiken als Arbeiten des Grafikrings sehr schwierig. Auf Initiative von Dr. Carlo Burschel ist das sechzigste Jubiläum der Gründung des Jungen Kunstkreises Fulda zum Anlass genommen worden, eine Publikation mit einem Verzeichnis der Druckgrafiken, der Signaturen und der Ausstellungskataloge des Grafikrings zu erarbeiten und bei uns zu veröffentlichen. Die Gestaltung des geplanten Buches obliegt Franz Erhard Walther.



Franz X. Höller

Werkschau. Glas.

Handwerksmuseum Deggendorf (DE), 20.11.2018–10.3.2019
Eröffnung: 18.11.2018, 15 Uhr

Die Ausstellung mit und über Franz Xaver Höller gibt einen Überblick über das umfassende Schaffen des Glaskünstlers, der handwerkliche Fähigkeiten mit künstlerischem Schaffen auf einzigartige Art miteinander verbindet. Mit Arbeiten aus seiner über vierzigjährigen Tätigkeit sowie bisher noch nie gezeigten Werken demonstriert Höller die Vielseitigkeit und Ausdrucksfähigkeit des Werkstoffes Glas. Kunst – Kunsthandwerk – Angewandte Kunst? Die Ausstellung im Handwerksmuseum Deggendorf lädt ein, diese Kategorien zu hinterfragen und neu zu denken.

Einen Einblick in Franz X. Höllers Arbeitsweise gibt die Publikation, die 2017 bei uns erschienen ist.



Annelies Štrba: Ikonen

Ausgewählte Werke der letzten 25 Jahre

Fabian & Claude Walter Galerie, Zürich (CH), 17.11.2018—22.12.2018

IKONEN ist ein Querschnitt des vielfältigen Gesamtwerks von Annelies Štrba und eine vertiefte Auseinandersetzung der einzelnen Werkzyklen der vergangenen 25 Jahre. Die Zürcher Fabian & Claude Walter Galerie präsentiert in dieser Ausstellung eine Auswahl von Fotografien aus den Serien Nyima, Aya und Tsukikawa sowie Leinwandarbeiten, die Štrba in Kollaboration mit Adrian Schiess 2011 für die Ausstellung Summerendig im Museum Langmatt, Baden anfertigte.

Rahmenprogramm: Lesung von Michail Schischkin zu seinem Essay Meer als Joyce, Samstag, 1.12.2018, 14 Uhr.

Die Madonnen-Serie wird noch dieses Jahr in einer aufwendig gestalteten Publikation bei uns erscheinen. Weitere Informationen zu der Veröffentlichung können Sie hier unserer Homepage entnehmen.



Gefäß/Skulptur 3

Deutsche und internationale Keramik seit 1946

GRASSI Museum, Leipzig (DE), 10.11.2018 –13.10.2019

Die Studiokeramik zählt zu den am stärksten angewachsenen und international prominent besetzten Sammlungsbereichen des GRASSI Museum für Angewandte Kunst in Leipzig. Bereits 2008/2009 und 2013/2014 wurden in zwei großen und viel beachteten Ausstellungen zahlreiche, oft auf Schenkungen zurückgehende Bestandsgruppen vorgestellt. Auf diese Ausstellungen folgten erneut viele exzellente Neuzugänge in den Sammlungen des Museums. Sie sind Grundlage der Fortsetzungsausstellung Gefäß/Skulptur 3 und einer weiteren umfangreichen Begleitpublikation, die aktuell in unserem Programm erschienen ist.
In der Keramik manifestieren sich die künstlerischen Entwicklungen seit Mitte des
20. Jahrhundert vielgestaltig und imposant. Formkraft und Glasurschönheit begegnen sich. Immer wieder wird der Weg vom Gefäß zur Skulptur vollzogen oder das Verhältnis zwischen diesen beiden Gestaltungsweisen ausgelotet.



Karte – Spur – Begegnung

Die Tibet-Sammlungen von Heinrich Harrer und Peter Aufschnaiter

Völkerkundemuseum der Universität Zürich (CH), 28.10.2018–8.9.2019

Als Peter Aufschnaiter und Heinrich Harrer am 17. Mai 1944 das tibetische Hochland erreichten, waren sie weder die ersten noch die einzigen Besucher, die ihre Reise und ihren Aufenthalt dokumentierten. Und dennoch weisen die Nachlässe von Aufschnaiter und Harrer einige Besonderheiten auf. Beide bewegten sich zwar gleichzeitig, jedoch eigenständig und mit ihren je eigenen Agenden, Interessen und Vorstellungen. Ausgehend von den Objekten stellt die Ausstellung im Völkerkundemuseum der Universität Zürich Sammeln und Dokumentieren, Gesammeltes und Dokumentiertes einander gegenüber. Besonderheiten einzelner Gegenstände werden ebenso hervorgehoben wie Verbindungen zwischen ihnen und größere Zusammenhänge in Raum und Zeit: Schlagfeuerzeuge als Zeugnisse globaler Verflechtung, eine textile Steinschleuder als Ausdruck technischer Raffinesse, eine Kollektion Münzen als Spiegel kulturgeschichtlicher Zusammenhänge, Ritualgegenstände als Mittel der Kommunikation, sowie Skizzen, Karten, Aufzeichnungen und Fotografien als Belege ethnografischen Dokumentierens. Als eine Art offene Plattform lädt die Ausstellung zu Begegnungen ein, aber auch zum gemeinsamen Nachdenken über die Rolle und den ‚Wert’ von Sammlungen ethnologischer Museen und damit verbundener Aufgaben heute.
Diese Ausstellung ergänzt die Ausstellung Begegnung – Spur – Karte. Die Expeditions-Sammlungen von Heinrich Harrer, die bis zum 16.6.2019 im Zürcher Völkerkundemuseum zu sehen ist.

Zur beiden Ausstellungen ist nun unter dem Titel Begegnung – Spur – Karte eine ausführliche Publikation in unserem Programm erschienen.



Spitzen der Gesellschaft

Die Sammlung historischer Spitzen des Textilmuseums St. Gallen

26.10.2018–31.3.2019, Eröffnung: 25.10.2018

Die Ausstellung im Textilmuseum St.Gallen dokumentiert die Entwicklung der Klöppel- und Nadelspitzen, die zu den wichtigsten Innovationen Europas der frühen Neuzeit gehören. Die meisten technischen Errungenschaften des Textilbereiches waren bis dato aus dem Osten übernommen worden – die Spitze war eine hauptsächlich von Frauen entwickelte Technik, die von Italien ausgehend die Mode der europäischen Eliten eroberte. Die Produktion von Spitzen revolutionierte jedoch nicht nur die Mode der oberen Gesellschaftsklassen, sondern auch die soziale Stellung zehntausender Frauen, die sie in Heimarbeit produzierten, und zudem war sie ein treibender Faktor der Industrialisierung.
Die Ausstellung folgt der Entwicklung der Spitze im Kontext der streng regulierten höfischen Mode von den Anfängen im 15. Jahrhundert bis Ende des 18. Jahrhunderts, als Änderungen im Geschmack, die beginnende Industrialisierung und speziell die Französische Revolution dramatische Auswirkungen auf die Spitzenproduktion hatten. Kleiderordnungen kontrollierten die Mode bis ins 18. Jahrhundert und somit die Verwendung von Spitzen.
Es ist heute schwierig, einzelne Stücke bestimmten Produktionszentren in Italien, den Niederlanden oder Frankreich zuzuschreiben. Die Ausstellung wählt daher den Blickwinkel des höfischen Umfelds als geschmackgebenden Konsumenten, der die Mode dominierte und formte: das habsburgische Spanien (16. bis Mitte 17. Jh.) und das bourbonische Frankreich (Mitte 17. bis Ende 18. Jh.).

Zur Ausstellungseröffnung erscheint die Publikation Historische Spitzen. Die Leopold-Iklé-Sammlung im Textilmuseum St. Gallen.



Aslaug M. Juliussen

Nordnorsk Kunstmuseum, Tromsø (NO), 20.10.2018–31.03.2019

Eröffnung: 20.10.2018, 14 Uhr

Aslaug M. Juliussen schneidet, teilt, klebt und näht seit fast 40 Jahren Alltagsmaterialien. Dabei versucht sie, die Materialitäten zu verstehen, aus denen sie ihre Werke entwickelt. Sie findet immer wieder neue Ansätze, Perspektiven und Verbindungen.
Juliussens Kunst eignet eine kühle und distanzierte Schönheit, und doch wirken sie zugleich unheimlich und geheimnisvoll. Ist es überhaupt möglich, den Assemblagen aus Hufen und Geweihen, Knochen und Haut Schönheit zuzusprechen? Juliussens Werk verweist auf die Distanz zwischen dem modernen Menschen und Natur, Körperlichkeit und Tod. Diese Ausstellung im Nordnorsk Kunstmuseum in Tromsø vermittelt den Norden als komplexe und transformative Kulturlandschaft, vom Menschen geformt und kontrastreich zusammengesetzt. In Juliussens Kunst sehen wir Intersections: Sie verbinden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Mensch und Natur, Moderne und Tradition, Nord und Süd: Uns. Intersections ist die umfassendste Präsentation von Aslaug M. Juliussens bisherigem Werk. Nicht ganz eine Retrospektive, sondern eine vielfältige Darstellung ihres künstlerischen Schaffens seit Anfang der 1990er-Jahre. Juliussen wird im Rahmen dieser Ausstellung zudem eine völlig neue Installation präsentieren: View II.

Die Eröffnungsrede hält Mathias Danbolt, Associate Professor an der Universität Kopenhagen, begleitet wird die Veranstaltung durch den Geiger Halvard Bruvoll.

Anlässlich der Eröffnung wird auch die erste umfangreiche Publikation zum Werk Aslaug M. Juliussens vorgestellt, einer von Kuratorin Charis Gullickson herausgegebenen Anthologie, die verschiedene Perspektiven auf Juliussens Kunst bietet.



Mia Maljojoki

zu Gast bei JAMIE BENNETT: HAPPENS TO BE

weitere Gäste: Jacqueline Ryan, Graziano Visintin

Maurer Zilioli – Contemporary Arts, München (DE), 8.11.–1.12.2018

Der amerikanische Schmuckkünstler Jamie Bennett (geb. 1948 in Philadelphia) bildet den Mittelpunkt dieser Ausstellung der Münchner Galerie Maurer Zilioli, welche sich der innovativen Interpretation von auserwählten Thematiken im zeitgenössischen Schmuck widmet. Daher lud Bennett auch Gäste ein, um seine Verbundenheit mit bestimmten Tendenzen in Europa zu illustrieren: Mia Maljojoki (geb. 1970 in Joensuu, FI), Jacqueline Ryan (geb. 1966 in Finchley GB) und Graziano Visintin (geb. 1954 Padua, IT).
Allen gemeinsam ist der unkonventionelle und dynamische Umgang mit traditionell verankerten Verfahren und Materialien. Bennett erweist sich als international tätiger Meister des Email – ebenso wie Ryan und Visintin. Maljojoki erlaubt sich größte Freiheit im plastischen Experiment – stets unter Verwendung eines gestischen malerischen Inkarnats, welches das Objekt, denn in diese Richtung gehen ihre Werke, aus dem üblichen Schmuckverständnis hinauskatapultiert. Die Autorin gehört zu expressiven und performativen Positionen des zeitgenössischen Panoramas.

Zu dem facettenreichen Werk Mia Maljojokis ist erst in diesem Jahr eine reich bebilderte Publikation erschienen. Alle Informationen dazu finden Sie hier auf unserer Website.



Lukas Salzmann, Zürich

sam scherrer contemporary, Zürich (CH), 26.10.2018

Eröffnung: Fr., 26.10.2018, 18–20 Uhr

Autor Rudolf Velhagen im Gespräch mit dem Künstler, So., 4.11.2018, um 12 Uhr

Die Zürcher Galerie sam scherrer contemporary zeigt ab 26. Oktober 2018 die Ausstellung Traces of Existence mit Arbeiten des Schweizer Künstlers Lukas Salzmann. Lukas Salzmann zeigt neue groß- und kleinformatige Bilder und stellt seine aktuelle Monografie vor. In seiner Malerei lotet der Künstler die Grenzen der Realität aus, indem er durch Übermalung und subtile Verschiebungen, aber auch durch bewusste Auslassungen die Grenzen der fotografischen Realität auflöst und eine neue Wirklichkeit schafft. Salzmanns Bilder verweisen darauf, dass wir verschiedenen Realitätsebenen ausgesetzt sind, die sich gegenseitig durchdringen. Wunschvorstellungen, Träume und unterschiedliche Wahrnehmungen von Realität vermischen sich unablässig und dynamisieren sich gegenseitig.
Die Monografie ist in unserem Programm erschienen. Mehr Informationen finden Sie hier auf unserer Website.




arnoldsche weekend art gallery #7

Eröffnung:
Freitag, den 9. November 2018 um 19.00 Uhr
Dauer der Ausstellung:
10. und 11. November 2018, 10–17 Uhr
Performance Gisbert Stach:
Sonntag, 11. November 2018, 15 Uhr

Zu der Ausstellung laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Einführung: Dirk Allgaier, Verleger arnoldsche ART PUBLISHERS
Die Künstler sind anwesend.

Der Verlag arnoldsche ART PUBLISHERS setzt seine Ausstellungsreihe zu herausragenden Positionen aus Kunst, Kunsthandwerk und Design fort – mit Schmuckarbeiten von Gisbert Stach und Keramiken von Karin Bablok.

Die ausführlichen Informationen finden Sie hier auf unserer Website.

Zu den aktuellen Arbeiten von Gisbert Stach erschien erst kürzlich die Publikation Schmuck und Experiment in unserem Programm.

Nutzen Sie gern facebook, um sich über diese und
kommende Veranstaltungen auf dem Laufenden zu halten.



Buchpräsentation: Artisans of Israel

Mit der Autorin Lynn Holstein

Institut National des Metiers d'Art, Paris (F), 8.11.2018, 18–21 Uhr

Lynn Holstein wird am kommenden Donnerstag im
Institut National des Métiers d'Art Ihre wunderbare Publikation Artisans of Israel präsentieren. Die Veranstaltung bildet den Auftakt zu einer Ausstellung,
die ausgerichtet von Un Bijou de Saison ausgewählte Positionen israelischer und französischer SchmuckkünstlerInnen unter dem Titel Bijou à deux voix versammelt.
Vorgestellt werden Arbeiten aus dem Umfeld der Hochschulen École Boulle, Bezalel Academy, Shenkar Collége sowie dem Institut de Bijouterie de Saumur.



50 Jahre Galerie Handwerk, München

Galerie Handwerk, München, 17.10.–17.11.2018

Ausstellungseröffnung, Dienstag, 16.10.2018, 18:30 Uhr

Am 18. Oktober 1968 wurde in München die Galerie Handwerk eröffnet. Gegründet wurde sie zunächst als privates Unternehmen, im Jahr 1975 aber schließlich dem Bayerischen Handwerkstag und später der Handwerkskammer für München und Oberbayern angegliedert. Damit war die Zukunft für eine einzigartige kulturelle Institution des Handwerks in Deutschland gesichert. Von Anfang an war es das Ziel, dem Gestaltenden Handwerk einen Ort der internationalen Vernetzung, des Austausches und der kommerziellen Möglichkeiten zu bieten. Die Themen des Ausstellungsprogrammes der Galerie Handwerk versuchen, auch Unbekanntes und nur selten zu sehende Exponate in München zu präsentieren. Einzelpräsentationen der wichtigsten zeitgenössischen Gestalter weltweit gehören zu den Besonderheiten. Damit hat sich die Galerie beim Münchner Publikum und international einen Ruf geschaffen.
Die Ausstellung zum 50-jährigen Jubiläum der Galerie Handwerk ist in München lebenden Künstlerinnen und Künstlern vorbehalten. 50 Werkstätten und Ateliers aus den Bereichen Glas, Keramik, Metall, Schmuck, Textil, Papier und Bühnenbild spiegeln die Vielfalt und Qualität von Gestaltung, die in München in einer besonders ausgeprägten Form anzutreffen ist.

Arnoldsche Art Publishers gratulieren der Galerie Handwerk zu ihrem 50-jährigen Bestehen. Mit vielen der hier ausgestellten Künstlerinnen und Künstler konnten wir in den letzten Jahren zusammenarbeiten, zahlreiche wunderbare Publikationen sind so entstanden: Doris Betz, David Bielander und Helen Britton, Mari Ishikawa, Otto Künzli, Eunmi Chun und Karen Pontoppidan oder Gisbert Stach.



Lukas Salzmann, Raperswil

in That One Moment

IG Halle im Kunst(Zeug)Haus, Rapperswil (CH), 26.08.–4.11.2018

Buchpräsentation Lukas Salzmann: Do., 13.09.2018

Die diesjährige Ausstellung der IG Halle gilt dem Thema von Tod und Vergänglichkeit. Ganz dialektisch widmet sich die Ausstellung mithin dem Leben und der Frage, wie alle die Momente gelebt werden, bevor der Eine Moment eintritt. Die Auswahl der Werke, hauptsächlich Malerei und Fotografie, bietet Möglichkeiten zur Auseinandersetzung auf verschiedenen Ebenen. Durch ihren individuellen Zugang berühren die ausgewählten Künstlerinnen ganz unterschiedliche Aspekte des Themas: vom neu interpretierten Stillleben über die Erforschung von Materie an der Grenze von Fülle und Zerfall, über die Darstellung von Ruinen ebenso wie Schädeln bis zu sichtbaren und unsichtbaren Phänomenen der Wahrnehmung. Neben der künstlerischen Annäherung ermöglichen mehrere Veranstaltungen eine vertiefte Auseinandersetzung, z.B. über Begegnungen mit Menschen, die unkonventionelle Tätigkeiten ausüben oder sich beruflich intensiv mit dem Tod beschäftigen.

Künstlerinnen: Marc-Antoine Fehr, Jungjin Lee, Barbara Ellmerer, Peter Maurer, Lukas Salzmann, "Cosmicball" Thomas Schär, Peter Untermaierhofer, Christoph Eberle, Roswitha Louwes, Jan Czerwinski

Zum Werk von Lukas Salzmann ist in unserem Programm eine reich bebilderte Publikation erschienen. Mehr Informationen finden Sie hier auf unserer Website.




Shozo Michikawa

40 Jahre Keramik

Japan Art Galerie, Frankfurt, 13.10.–10.11.2018

Vortrag des Künstlers: Museum Angewandte Kunst, Frankfurt, 12.10.2018, 17 Uhr

Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums von Shozo Michikawa als Keramiker zeigt die Frankfurter Japan Art Galerie dessen neuesten Werke. Torsion und Spannung kennzeichnen die Gefäße des japanischen Ausnahme-Keramikers. Seine Arbeiten erinnern an Gesteinsschichten und Lavaströme. Michikawa ist bekannt für seine einzigartige Technik, kantige, dynamische Skulpturen auf der Töpferscheibe zu drehen.
Im Vorfeld der Frankfurter Ausstellung wird der Künstler einen Vortrag (in englischer Sprache) und eine Keramik-Vorführung im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt abhalten. Eine thematische Einführung gibt Dr. Nora von Achenbach, ehemalige Leiterin der Sammlung Ostasien und Islam am Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (in deutscher Sprache). Die Veranstaltung findet am Freitag, 12. Oktober 2018 um 17 Uhr im Konferenzraum in Untergeschoss des Museum Angewandte Kunst, Schaumainkai 17 in Frankfurt statt. Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Museum Angewandte Kunst Frankfurt mit der Japan Art Galerie, Frankfurt. Anmeldung unter: create.angewandte-kunst@stadt-frankfurt.de.

Einen Überblick über Shozo Michikawas Werk bietet die bei uns erschienene Publikation.



Frankfurter Buchmesse

Arnoldsche Art Publishers auf der Frankfurter Buchmesse

Halle 4.1 / K 38, 10.–14.10.2018

Auch in diesem Jahr präsentieren wir unsere Bücher im Rahmen der Frankfurter Buchmesse. Während wir an den Fachbesuchertagen vor allem die internationalen Vertreter treffen, laden wir auch Sie, die Leser und Leserinnen, ein, unseren Stand am Wochenende zu besuchen, um einen Blick in die Neuerscheinungen zu werfen. Sie finden uns, wie gewohnt, in der Halle 4.1, Stand K 38.

Wir möchten bei dieser Gelegenheit ausdrücklich die Initiative Verlage gegen Rechts unterstützen.
Arnoldsche Art Publishers stehen mit ihrem Programm für kulturelle und menschliche Vielfalt sowie für ein weltoffenes Europa. Wir sind gegen jede Art von Ausgrenzung aufgrund von Herkunft, Religion, Geschlecht oder sexueller Identität. Gemeinsam für Vielfalt im Kulturbetrieb!



Gabriele Kutschera

Eisenzeit: Eisenplastik, Schmuck, Arbeiten auf Papier

Bayerischer Kunstgewerbeverein (BKV), München, 07.09.–20.10.2018

Abschlussperformance: 20.10.2018, 20–22 Uhr

Gabriele Kutschera widmet sich seit über 40 Jahren einer Technik und einem Material: Dem Schmieden von Eisen. Sie ist als Schmuckmacherin mit dem Schmieden von Edel- oder Buntmetallen durchaus vertraut, wenngleich diese kalt verformt werden. Ihre Beschäftigung mit dem Material Eisen in einer Grobschmiede (als Frau) ist aber doch äußerst ungewöhnlich. Genau mit dieser Technik begann die gebürtige Wienerin bald nach ihrem Studium an der dortigen Universität für angewandte Kunst. Das geschmiedete Eisen kombiniert sie mit Gold, es entstehen filigrane Ketten, Broschen, Ringe und Ohrschmuck.
Mit dem Wunsch „das will ich in Groß sehen“ wagte sie schließlich den Schritt in die ausgreifende Eisenplastik. Die Grundlagen erwarb sie in der mehr als 100 Jahre alten Kunstschmiede Haan in Vorchdorf, Oberösterreich. Arbeiten auf Papier kommen dazu, gezeichnete Linien als interpretierte Zeitabläufe.

In dieser Ausstellung des Bayerischen Kunstgewerbevereins präsentiert Gabriele Kutschera zum ersten Mal das gesamte Spektrum ihres Schaffens: Schmuck, Eisenplastik und Arbeiten auf Papier. Mit dem Schmieden von Eisen kommt Gabriele Kutschera zu erstaunlichen Ergebnissen von ganz unterschiedlichen Dimensionen: Filigraner Schmuck neben kraftvolle Eisenplastiken. Bei den Arbeiten auf Papier kann Gabriele Kutschera eine andere Seite ihres künstlerischen Ausdrucks zeigen: Spontaneität und Leichtigkeit. Gabriele Kutschera bleibt nicht stehen, das Machen ist es, was sie antreibt.

Zum Abschluss der Ausstellung wird die Künstlerin die Zeitlinien der BesucherInnen zeichnen, während diese die eigentliche Performance übernehmen: Üben Sie schon einmal Gedichte und Lieder ein!

Eine Publikation zum Werk der Künstlerin, die in gleichem Maße Eisenplastik – Schmuck – Papier vereint, ist soeben in unserem Programm erschienen.



Wolfgang Gäfgen

Villa Merkel, Esslingen (D), 07.09.–21.10.2018

Zeichnungen, Holzdrucke, Lichtbilder

In einer facettenreichen Einzelausstellung präsentiert der Esslinger Kunstverein die Arbeiten des Künstlers Wolfgang Gäfgen. Der inzwischen pensionierte Professor für künstlerische Grafik an der Stuttgarter Akademie verbrachte die längste Zeit seines Lebens in Paris. Mit Frankreich sind wesentlich sein künstlerischer Werdegang und seine Reputation verbunden, noch heute genießt er dort ein hohes Renommee. Der Kunstverein zeigt nun in der Villa Merkle erstmals auch Wolfgang Gäfgens immenses fotografisches Werk, das in Aufbau und Inszenierung seine Wurzeln im französischen Surrealismus hat. Zu den Holzschnitten und den Zeichnungen, die ebenfalls ausgestellt werden, sind in den vergangenen Jahren bereits umfangreiche Publikationen erschienen, wie das in unserem Programm 2017 herausgegebene Zeichnungen. Dessins mit Texten von Nils Büttner sowie Clemens Ottnad.



Made in Denmark

Formgestaltung seit 1900

Grassimuseum für Angewandte Kunst, Leipzig, 02.06.—07.10.2018

Dänische Entwerfer, von Kaare Klint über Arne Jacobsen bis hin zu Verner Panton haben die Produkt- und Wohnkultur ganzer Generationen geprägt – vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dass aber dieser Ära ebenso bedeutende Gestalter, Kunsthandwerker sowie international beachtete Strömungen vorausgingen, wird seltener thematisiert. Doch ist es gerade der Skønvirke, so der Name der dänischen Ausprägung des Jugendstils, der die Basis für das moderne dänische Design schuf. Den herausragenden Vertretern dieses Stils wird daher besondere Beachtung geschenkt. Ebenfalls spannend wird der Blick auf die Tendenzen im Art déco und Funktionalismus. Spätestens aber nach 1945 hat sich »MADE IN DENMARK« als internationales Markenzeichen etabliert.
Dänisches Design hat seither Vorbildcharakter und ist bis heute Inbegriff und Ausdruck eines zeitlosen modernen Lebensstils. Die aktuelle Ausstellung im Leipziger Grassimuseum basiert ausschließlich auf eigenem Bestand und wird im separaten Ausstellungsteil Simply Danish durch Schmuckstücke aus der Neuen Sammlung Schwandt ergänzt. Diese kann mit Preziosen namhafter Schmuckentwerfer aufwarten, die das Bild komplettieren und weitere Schlaglichter auf die dänische Schmuckentwicklung des 20. Jahrhunderts werfen.

Zu der Ausstellung ist bei uns eine reich bebilderte Publikation erschienen, die zudem allen Entwerfern, Designern und Manufakturen eine Kurzbeschreibung widmet. Mehr Informationen finden Sie wie immer hier auf unserer Website.

Mit 170 Objekten aus der Neuen Sammlung Schwandt gilt dem dänischen Silberschmuck des 20. Jahrhunderts in der Ausstellung ein besonderes Augenmerk. Zu diesem Thema erscheint ebenfalls eine aufwendig gestaltete Publikation unter dem Titel Simply Danish in unserem Programm. Autor Jörg Schwandt ist einer der führenden Experten auf diesem Gebiet.




Gerhard Munthe

National Museum of Art, Architecture and Design, Oslo (NO), 8.6.2018–2.9.2018

Gerhard Munthe (1849-1929) gilt als der bekannteste Norwegische Maler nach Edvard Munch. Obwohl er vor allem für seine Malerei bekannt ist, galten seine originellsten und wichtigsten Gestaltungen den Bereichen Design und Inneneinrichtung.
Im Jahr 1891 beschwerte sich Munthe, dass es kein einzigartiges norwegisches Design gäbe, sondern alles von anderen Stilen geliehen sei. Dies war der Ausgangspunkt seines Schaffens als Gestalter und er zeichnete für über achtzig verschiedene Designs für Tapeten, Textilien, Porzellan und Grafik verantwortlich. Später erweiterte er sein Repertoire um Möbel, Silber, Buchbindungen, Illustrationen, Schriften und Exlibris.

Die Ausstellung, die nun im norwegischen Nationalmuseum gezeigt wird, ist die größte Präsentation von Munthes angewandten Arbeiten seit 1917. 250 Werken dokumentieren seine umfassenden Bemühungen für die Industrie.

Cokurator der Präsentation ist Jan Kokkin, der in unserem Programm eine umfangreiche Monografie zu Gerhard Munthe veröffentlicht hat.




NEUERSCHEINUNGEN Herbst/Winter 2018

Das neue Programm ist da!

Unsere neue Publikation Handmade in Germany stellt herausragende Manufakturen, Kunsthandwerker und Designer vor, die hochwertige Handarbeit mit einer nachhaltigen Produktionsweise verbinden. Das entspricht dem gesellschaftlichen Trend, der Massenproduktion unter schlechten Bedingungen in entfernten Teilen der Welt eine Absage zu erteilen und so ein Umdenken im Konsumverhalten zu erzielen.
Ein solcher Ansatz erfordert neben gesellschaftspolitischen Visionen viel künstlerische Kreativität, handwerkliches Können und Erfahrung im Umgang mit dem jeweiligen Material. Individuelle Meisterschaft ist der rote Faden, der sich durch unser diesjähriges Herbstprogramm zieht – und zwar über die Jahrhunderte und Kontinente hinweg: von heutiger Objekt- und Schmuckgestaltung über Skulpturen und Kleinstskulpturen aus Elfenbein und Porzellan, historische Spitzen sowie Artefakte außereuropäischer Kulturen bis hin zur zeitgenössischen Grafik, Fotografie und Installationskunst.
Mit unserem Herbstprogramm möchten wir gerne einen Beitrag leisten zur Stärkung von künstlerischer und formgestalterischer Authentizität, zu kultureller Vielfalt und zu einem Selbstverständnis, das Kunst, Handwerk und Design als wichtige Faktoren bei der Gestaltung unserer gesellschaftlichen Realität begreift.
Informationen über die einzelnen Neuerscheinungen und weitere aktuell erscheinenden Titel finden Sie in der Rubrik Neue Bücher. Wir wünschen Ihnen viele spannende Entdeckungen!



300 Jahre Wiener Porzellanmanufaktur

Ausstellung

MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien (AT), 16.05.–23.09.2018

Mit der umfassenden Jubiläumsausstellung 300 JAHRE WIENER PORZELLANMANUFAKTUR beleuchtet das MAK die Geschichte und Bedeutung der zweitältesten europäischen Porzellanmanufaktur. Gegründet im Mai 1718 durch Vergabe eines kaiserlichen Privilegiums zur Porzellanerzeugung an Claudius Innocentius Du Paquier, setzte die Wiener Porzellanmanufaktur in den folgenden Jahrzehnten ästhetische Maßstäbe. Rund 1.000 Objekte aus den Beständen des MAK sowie aus nationalen wie internationalen Sammlungen bieten einen eindrucksvollen Überblick über Wiener Entwicklungen im Kontext asiatischer Vorläufer und europäischer Konkurrenten.

Seit seinen Gründungsjahren bewahrt das MAK den Nachlass der ab 1744 kaiserlich geführten, 1864 geschlossenen Wiener Porzellanmanufaktur und widmet sich der Erforschung des Porzellans. Mit Beispielen aus allen Epochen der Produktion gibt der Nachlass einen Überblick über rund 150 Jahre Porzellanherstellung in Wien. Die Wiener Porzellanproduktion deckte ein breites keramisches Spektrum ab: von Tafelservice und Vasen über Uhren, qualitätsvolle Porzellanskulpturen, szenische und florale Miniaturen, Porzellanmalereien mit Reliefgolddekor und Kobaltblau bis hin zu großformatigen Porzellanbildern mit Blumenstillleben.

Zu Hauptwerken der Wiener Porzellanmanufaktur, wie dem Porzellanzimmer aus dem Brünner Palais Dubsky (um 1740) oder dem Tafelaufsatz aus dem Stift Zwettl (Wien, 1767/68), liefert die Ausstellung 300 JAHRE WIENER PORZELLANMANUFAKTUR mit bis dato unveröffentlichten Dokumenten neueste wissenschaftliche Erkenntnisse. Sowohl das „Dubsky-Zimmer“, eine der ersten Zimmerausstattungen mit europäischem Porzellan, als auch der Tafelaufsatz aus dem Stift Zwettl sind permanent in der von Donald Judd gestalteten MAK-Schausammlung Barock Rokoko Klassizismus ausgestellt.

Zur Ausstellung ist bei uns die gleichnamige Publikation 300 Jahre Wiener Porzellanmanufaktur erschienen, herausgegeben von Christoph Thun-Hohenstein und Rainald Franz, mit Texten von Rainald Franz, Andreas Gamerith, Michael Macek, Errol Manners, Waltraud Neuwirth, Kathrin Pokorny-Nagel, A. Philipp Revertera, Elisabeth Schmuttermeier, Ulrike Scholda, Christoph Thun-Hohenstein, Leonhard Weidinger und Johannes Wieninger.




Dokumentation über Marjorie Schick (1941–2017)

Die US-amerikanische Künstlerin Marjorie Schick (1941–2017) zählte zu den Pionieren avantgardistischen Autorenschmucks. Sie betrachtete den Körper als "lebende Skulptur" und konstruierte aus unterschiedlichen Materialien aufsehenerregende und große Schmuck-Skulpturen. Darüber hinaus bezieht sich ihr Schmuck auf die abstrakte Kunst des 20. Jahrhunderts, insbesondere auf Konstruktivismus und Pop-Art.

Einen wunderschönen neuen Film von Bill Youmans über Marjorie Schick mit zahlreichen ihrer Interviews sowie mit einfühlsamen Aussagen von Wegbegleitern finden Sie hier:

Informationen zu unserer umfassenden Monografie aus dem Jahr 2007 über diese außergewöhnliche Schmuck-Künstlerin mit brillanten, großflächigen Abbildungen ausgewählter Objekte, sachkundigen Beiträgen von Schmuckexperten mit einem vollständig illustrierten Werkverzeichnis finden Sie hier.



Impulse

30 Jahre Stiftung Gold- und Silberschmiedekunst in Schwäbisch Gmünd

Schwäbisch Gmünd, 15.04.–28.10.2018

Impulse heißt die Ausstellung, mit der die Stiftung Gold- und Silberschmiedekunst Schwäbisch Gmünd vom 15. April bis 28. Oktober im Silberwarenmuseum Ott-Pauser ihr 30-jähriges Jubiläum feiert. Der Titel ist gleichsam Programm, initiierte die Stiftung in dieser Zeit doch vielfältige Projekte zur Förderung der Gold- und Silberschmiedekunst. Neben Ausstellungen, Wettbewerben und Ankäufen zählte dazu auch die Etablierung eines Stadtgoldschmieds. Mit dieser Auszeichnung gastierten seit 1989 insgesamt 15 renommierte Stadtgoldschmiede in Schwäbisch Gmünd. Zusammen mit Arbeiten der diesjährigen, 16. Stadtgoldschmiedin versammelt die Ausstellung 70 Stücke. Das Spektrum umfasst Schmuck und Gerät und reicht von der traditionell emaillierten Brosche bis zum unkonventionellen Halsschmuck aus unterschiedlichsten Materialien, vom klassischen Leuchter, Kaffee- und Mokkaservice bis zum Gefäß, das die Grenzen des Metallgusses auslotet. Obwohl individuell und in ihrer Zeit gestaltet, verliert sich bei den Arbeiten der Begriff Zeitgeist: neben Qualität und Kreativität zeugen sie von zeitloser Schönheit. Die Exponate stammen aus Künstler-, Privat- und Museumsbesitz, darunter insbesondere Stücke, die von der Stiftung für die Sammlungen des Gmünder Museums erworben wurden. Daneben vermitteln Arbeiten aus Workshops, Plakate, Bücher und weitere Dokumente die Intensität der Stiftungsaktivitäten in den vergangenen drei Jahrzehnten.

Der Katalog zur Ausstellung ist in unserem Programm erschienen. Alle Informationen zu der Publikation finden Sie hier.




Ebbe Weiss-Weingart

Deutsches Goldschmiedehaus, Hanau (D), 25.2.–3.6.2018

Das Deutsche Goldschmiedehaus Hanau zeigt ab 25. Februar anlässlich des 95. Geburtstags der Salemer Goldschmiedemeisterin Ebbe Weiss-Weingart eine umfangreiche Retrospektive. Die Künstlerin gehört zu den großen Wegbereiterinnen des internationalen Autorenschmucks im 20. Jahrhundert.

Nachdem Ebbe Weiss-Weingart ihr Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg (1939–1945) abgeschlossen hat, besucht sie die Meisterschule in München (1943–1945). Als junge Frau lässt sie sich am Bodensee nieder und eröffnet ihr eigenes Atelier, seit 1954 lebt sie in Salem und arbeitet dort bis 2015 in ihrer Werkstatt. Als Gold noch Mangelware war, experimentiert die junge Künstlerin begeistert mit Messing, Holz, farbigen Glasflüssen und hat Freude am Emaillieren. Bereits in den 1950er-Jahren ist sie mehrfach auf der Triennale in Mailand vertreten und wird mit einer Silbermedaille ausgezeichnet. Im Vordergrund ihres Schaffens stehen abstrakt-organische Formen, die Miteinbeziehung des Figürlichen nimmt ihren Anfang. In den 1960er-/1970er-Jahren geht es der Künstlerin immer wieder um die Erforschung der Metalloberflächen, ihr meist aus Gold gefertigter Schmuck wird analog zur Bildenden Kunst von Schraffuren, Furchen, Faltungen, Ätzungen oder Aufbrechungen geprägt. Daneben steht ihre Experimentierfreude mit Kunststoff, Straußenei, Lapislazuli und Koralle sowie Edelsteinen, die als kleine Farbakzente behutsam eingesetzt werden. Üppiger Halsschmuck mit Keshi- und Biwaperlen reizt sie besonders, eine ausgefallene Arbeit befindet sich im Museum Angewandte Kunst Frankfurt, die nun auch in Hanau zu sehen ist. Zu Beginn der 1990er-Jahre widmet sich Ebbe Weiss-Weingart der chinesischen Jade und bezieht diese in phantasievoller Weise in ihren Schmuck mit ein. In ihrem Spätwerk findet sie vor allem an der Gestaltung von kleinen Frosch- und Entenbroschen Gefallen, in die sie Goldkoralle und Opale integriert.

Begleitend zur Ausstellung, die bis 3. Juni im Deutschen Goldschmiedehaus zu sehen ist, liegt eine umfangreiche Publikation (dt./engl.) vor: EBBE WEISS-WEINGART. 70 Jahre Schmuck.




Buchpräsentation: Die unbekannte Wiener Werkstätte

Stickereien und Spitzen 1906 bis 1930

MAK FORUM, Wien (AT), Di., 23.01.2018, 18:00 Uhr

Das Archiv der Wiener Werkstätte im MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst in Wien birgt zahlreiche, bislang unveröffentlichte, künstlerisch ausgefeilte Unterlagen zu Entwurf und Produktion von Spitzen und Stickereien aus der Zeit von 1906 bis 1930. Zusammen mit im Museum erhaltenen Objekten vermitteln Skizzen und Entwürfe wichtiger KünstlerInnen wie Josef Hoffmann und Dagobert Peche oder Maria Likarz-Strauss und Mathilde Flögl, aber auch Blaupausen, Klöppelbriefe, Mustermappen und historische Fotografien ein authentisches Bild dieses kaum bekannten Bereichs der Wiener Werkstätte.

Zur Publikation sprechen: Christoph Thun-Hohenstein (Generaldirektor, MAK), Elisabeth Schmuttermeier (Kustodin MAK-Sammlung Metall und Wiener-Werkstätte-Archiv), Dirk Allgaier (Verleger) sowie Angela Völker (Kunsthistorikerin, 1977–2009 Kustodin MAK-Sammlung Textilien und Teppiche)

Alle Informationen zu unserer Publikation finden Sie hier.