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Bruno Martinazzi 1923–2018

Bruno Martinazzi, wegweisender Schmuckkünstler und Gelehrter, verstarb im Juli mit 94 Jahren...

Made in Denmark

Formgestaltung seit 1900

Grassimuseum für Angewandte Kunst, Leipzig,...

Gerhard Munthe

National Museum of Art, Architecture and Design, Oslo (NO), 8.6.2018–2.9.2018


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News bei ARNOLDSCHE Art Publishers Shop

Bruno Martinazzi 1923–2018

Bruno Martinazzi, wegweisender Schmuckkünstler und Gelehrter, verstarb im Juli mit 94 Jahren in Italien.

Arnoldsche Art Publishers trauern um Bruno Martinazzi, der mit seinen herausragenden Arbeiten in Gold einer der Mitbegründer der Künstlerschmuck-Bewegung war. Er war Goldschmied und Bildhauer, Chemiker, Psychologe und Religionsgelehrter. In unserem Verlag erschienen zwei Monografien und darüber hinaus sind seine Arbeiten in zahlreichen unserer Sammelbände abgebildet.

Wir sind geehrt, dazu beitragen zu können, dass sein Lebenswerk auch über den Tod hinaus gewürdigt werden kann.



Made in Denmark

Formgestaltung seit 1900

Grassimuseum für Angewandte Kunst, Leipzig, 02.06.—07.10.2018

Dänische Entwerfer, von Kaare Klint über Arne Jacobsen bis hin zu Verner Panton haben die Produkt- und Wohnkultur ganzer Generationen geprägt – vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dass aber dieser Ära ebenso bedeutende Gestalter, Kunsthandwerker sowie international beachtete Strömungen vorausgingen, wird seltener thematisiert. Doch ist es gerade der Skønvirke, so der Name der dänischen Ausprägung des Jugendstils, der die Basis für das moderne dänische Design schuf. Den herausragenden Vertretern dieses Stils wird daher besondere Beachtung geschenkt. Ebenfalls spannend wird der Blick auf die Tendenzen im Art déco und Funktionalismus. Spätestens aber nach 1945 hat sich »MADE IN DENMARK« als internationales Markenzeichen etabliert.
Dänisches Design hat seither Vorbildcharakter und ist bis heute Inbegriff und Ausdruck eines zeitlosen modernen Lebensstils. Die aktuelle Ausstellung im Leipziger Grassimuseum basiert ausschließlich auf eigenem Bestand und wird im separaten Ausstellungsteil Simply Danish durch Schmuckstücke aus der Neuen Sammlung Schwandt ergänzt. Diese kann mit Preziosen namhafter Schmuckentwerfer aufwarten, die das Bild komplettieren und weitere Schlaglichter auf die dänische Schmuckentwicklung des 20. Jahrhunderts werfen.

Zu der Ausstellung ist bei uns eine reich bebilderte Publikation erschienen, die zudem allen Entwerfern, Designern und Manufakturen eine Kurzbeschreibung widmet. Mehr Informationen finden Sie wie immer hier auf unserer Website.

Mit 170 Objekten aus der Neuen Sammlung Schwandt gilt dem dänischen Silberschmuck des 20. Jahrhunderts in der Ausstellung ein besonderes Augenmerk. Zu diesem Thema erscheint ebenfalls eine aufwendig gestaltete Publikation unter dem Titel Simply Danish in unserem Programm. Autor Jörg Schwandt ist einer der führenden Experten auf diesem Gebiet.




Gerhard Munthe

National Museum of Art, Architecture and Design, Oslo (NO), 8.6.2018–2.9.2018

Gerhard Munthe (1849-1929) gilt als der bekannteste Norwegische Maler nach Edvard Munch. Obwohl er vor allem für seine Malerei bekannt ist, galten seine originellsten und wichtigsten Gestaltungen den Bereichen Design und Inneneinrichtung.
Im Jahr 1891 beschwerte sich Munthe, dass es kein einzigartiges norwegisches Design gäbe, sondern alles von anderen Stilen geliehen sei. Dies war der Ausgangspunkt seines Schaffens als Gestalter und er zeichnete für über achtzig verschiedene Designs für Tapeten, Textilien, Porzellan und Grafik verantwortlich. Später erweiterte er sein Repertoire um Möbel, Silber, Buchbindungen, Illustrationen, Schriften und Exlibris.

Die Ausstellung, die nun im norwegischen Nationalmuseum gezeigt wird, ist die größte Präsentation von Munthes angewandten Arbeiten seit 1917. 250 Werken dokumentieren seine umfassenden Bemühungen für die Industrie.

Cokurator der Präsentation ist Jan Kokkin, der in unserem Programm eine umfangreiche Monografie zu Gerhard Munthe veröffentlicht hat.




NEUERSCHEINUNGEN Herbst/Winter 2018

Das neue Programm ist da!

Unsere neue Publikation Handmade in Germany stellt herausragende Manufakturen, Kunsthandwerker und Designer vor, die hochwertige Handarbeit mit einer nachhaltigen Produktionsweise verbinden. Das entspricht dem gesellschaftlichen Trend, der Massenproduktion unter schlechten Bedingungen in entfernten Teilen der Welt eine Absage zu erteilen und so ein Umdenken im Konsumverhalten zu erzielen.
Ein solcher Ansatz erfordert neben gesellschaftspolitischen Visionen viel künstlerische Kreativität, handwerkliches Können und Erfahrung im Umgang mit dem jeweiligen Material. Individuelle Meisterschaft ist der rote Faden, der sich durch unser diesjähriges Herbstprogramm zieht – und zwar über die Jahrhunderte und Kontinente hinweg: von heutiger Objekt- und Schmuckgestaltung über Skulpturen und Kleinstskulpturen aus Elfenbein und Porzellan, historische Spitzen sowie Artefakte außereuropäischer Kulturen bis hin zur zeitgenössischen Grafik, Fotografie und Installationskunst.
Mit unserem Herbstprogramm möchten wir gerne einen Beitrag leisten zur Stärkung von künstlerischer und formgestalterischer Authentizität, zu kultureller Vielfalt und zu einem Selbstverständnis, das Kunst, Handwerk und Design als wichtige Faktoren bei der Gestaltung unserer gesellschaftlichen Realität begreift.
Informationen über die einzelnen Neuerscheinungen und weitere aktuell erscheinenden Titel finden Sie in der Rubrik Neue Bücher. Wir wünschen Ihnen viele spannende Entdeckungen!



300 Jahre Wiener Porzellanmanufaktur

Ausstellung

MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien (AT), 16.05.–23.09.2018

Mit der umfassenden Jubiläumsausstellung 300 JAHRE WIENER PORZELLANMANUFAKTUR beleuchtet das MAK die Geschichte und Bedeutung der zweitältesten europäischen Porzellanmanufaktur. Gegründet im Mai 1718 durch Vergabe eines kaiserlichen Privilegiums zur Porzellanerzeugung an Claudius Innocentius Du Paquier, setzte die Wiener Porzellanmanufaktur in den folgenden Jahrzehnten ästhetische Maßstäbe. Rund 1.000 Objekte aus den Beständen des MAK sowie aus nationalen wie internationalen Sammlungen bieten einen eindrucksvollen Überblick über Wiener Entwicklungen im Kontext asiatischer Vorläufer und europäischer Konkurrenten.

Seit seinen Gründungsjahren bewahrt das MAK den Nachlass der ab 1744 kaiserlich geführten, 1864 geschlossenen Wiener Porzellanmanufaktur und widmet sich der Erforschung des Porzellans. Mit Beispielen aus allen Epochen der Produktion gibt der Nachlass einen Überblick über rund 150 Jahre Porzellanherstellung in Wien. Die Wiener Porzellanproduktion deckte ein breites keramisches Spektrum ab: von Tafelservice und Vasen über Uhren, qualitätsvolle Porzellanskulpturen, szenische und florale Miniaturen, Porzellanmalereien mit Reliefgolddekor und Kobaltblau bis hin zu großformatigen Porzellanbildern mit Blumenstillleben.

Zu Hauptwerken der Wiener Porzellanmanufaktur, wie dem Porzellanzimmer aus dem Brünner Palais Dubsky (um 1740) oder dem Tafelaufsatz aus dem Stift Zwettl (Wien, 1767/68), liefert die Ausstellung 300 JAHRE WIENER PORZELLANMANUFAKTUR mit bis dato unveröffentlichten Dokumenten neueste wissenschaftliche Erkenntnisse. Sowohl das „Dubsky-Zimmer“, eine der ersten Zimmerausstattungen mit europäischem Porzellan, als auch der Tafelaufsatz aus dem Stift Zwettl sind permanent in der von Donald Judd gestalteten MAK-Schausammlung Barock Rokoko Klassizismus ausgestellt.

Zur Ausstellung ist bei uns die gleichnamige Publikation 300 Jahre Wiener Porzellanmanufaktur erschienen, herausgegeben von Christoph Thun-Hohenstein und Rainald Franz, mit Texten von Rainald Franz, Andreas Gamerith, Michael Macek, Errol Manners, Waltraud Neuwirth, Kathrin Pokorny-Nagel, A. Philipp Revertera, Elisabeth Schmuttermeier, Ulrike Scholda, Christoph Thun-Hohenstein, Leonhard Weidinger und Johannes Wieninger.




Dokumentation über Marjorie Schick (1941–2017)

Die US-amerikanische Künstlerin Marjorie Schick (1941–2017) zählte zu den Pionieren avantgardistischen Autorenschmucks. Sie betrachtete den Körper als "lebende Skulptur" und konstruierte aus unterschiedlichen Materialien aufsehenerregende und große Schmuck-Skulpturen. Darüber hinaus bezieht sich ihr Schmuck auf die abstrakte Kunst des 20. Jahrhunderts, insbesondere auf Konstruktivismus und Pop-Art.

Einen wunderschönen neuen Film von Bill Youmans über Marjorie Schick mit zahlreichen ihrer Interviews sowie mit einfühlsamen Aussagen von Wegbegleitern finden Sie hier:

Informationen zu unserer umfassenden Monografie aus dem Jahr 2007 über diese außergewöhnliche Schmuck-Künstlerin mit brillanten, großflächigen Abbildungen ausgewählter Objekte, sachkundigen Beiträgen von Schmuckexperten mit einem vollständig illustrierten Werkverzeichnis finden Sie hier.



Impulse

30 Jahre Stiftung Gold- und Silberschmiedekunst in Schwäbisch Gmünd

Schwäbisch Gmünd, 15.04.–28.10.2018

Impulse heißt die Ausstellung, mit der die Stiftung Gold- und Silberschmiedekunst Schwäbisch Gmünd vom 15. April bis 28. Oktober im Silberwarenmuseum Ott-Pauser ihr 30-jähriges Jubiläum feiert. Der Titel ist gleichsam Programm, initiierte die Stiftung in dieser Zeit doch vielfältige Projekte zur Förderung der Gold- und Silberschmiedekunst. Neben Ausstellungen, Wettbewerben und Ankäufen zählte dazu auch die Etablierung eines Stadtgoldschmieds. Mit dieser Auszeichnung gastierten seit 1989 insgesamt 15 renommierte Stadtgoldschmiede in Schwäbisch Gmünd. Zusammen mit Arbeiten der diesjährigen, 16. Stadtgoldschmiedin versammelt die Ausstellung 70 Stücke. Das Spektrum umfasst Schmuck und Gerät und reicht von der traditionell emaillierten Brosche bis zum unkonventionellen Halsschmuck aus unterschiedlichsten Materialien, vom klassischen Leuchter, Kaffee- und Mokkaservice bis zum Gefäß, das die Grenzen des Metallgusses auslotet. Obwohl individuell und in ihrer Zeit gestaltet, verliert sich bei den Arbeiten der Begriff Zeitgeist: neben Qualität und Kreativität zeugen sie von zeitloser Schönheit. Die Exponate stammen aus Künstler-, Privat- und Museumsbesitz, darunter insbesondere Stücke, die von der Stiftung für die Sammlungen des Gmünder Museums erworben wurden. Daneben vermitteln Arbeiten aus Workshops, Plakate, Bücher und weitere Dokumente die Intensität der Stiftungsaktivitäten in den vergangenen drei Jahrzehnten.

Der Katalog zur Ausstellung ist in unserem Programm erschienen. Alle Informationen zu der Publikation finden Sie hier.




Ebbe Weiss-Weingart

Deutsches Goldschmiedehaus, Hanau (D), 25.2.–3.6.2018

Das Deutsche Goldschmiedehaus Hanau zeigt ab 25. Februar anlässlich des 95. Geburtstags der Salemer Goldschmiedemeisterin Ebbe Weiss-Weingart eine umfangreiche Retrospektive. Die Künstlerin gehört zu den großen Wegbereiterinnen des internationalen Autorenschmucks im 20. Jahrhundert.

Nachdem Ebbe Weiss-Weingart ihr Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg (1939–1945) abgeschlossen hat, besucht sie die Meisterschule in München (1943–1945). Als junge Frau lässt sie sich am Bodensee nieder und eröffnet ihr eigenes Atelier, seit 1954 lebt sie in Salem und arbeitet dort bis 2015 in ihrer Werkstatt. Als Gold noch Mangelware war, experimentiert die junge Künstlerin begeistert mit Messing, Holz, farbigen Glasflüssen und hat Freude am Emaillieren. Bereits in den 1950er-Jahren ist sie mehrfach auf der Triennale in Mailand vertreten und wird mit einer Silbermedaille ausgezeichnet. Im Vordergrund ihres Schaffens stehen abstrakt-organische Formen, die Miteinbeziehung des Figürlichen nimmt ihren Anfang. In den 1960er-/1970er-Jahren geht es der Künstlerin immer wieder um die Erforschung der Metalloberflächen, ihr meist aus Gold gefertigter Schmuck wird analog zur Bildenden Kunst von Schraffuren, Furchen, Faltungen, Ätzungen oder Aufbrechungen geprägt. Daneben steht ihre Experimentierfreude mit Kunststoff, Straußenei, Lapislazuli und Koralle sowie Edelsteinen, die als kleine Farbakzente behutsam eingesetzt werden. Üppiger Halsschmuck mit Keshi- und Biwaperlen reizt sie besonders, eine ausgefallene Arbeit befindet sich im Museum Angewandte Kunst Frankfurt, die nun auch in Hanau zu sehen ist. Zu Beginn der 1990er-Jahre widmet sich Ebbe Weiss-Weingart der chinesischen Jade und bezieht diese in phantasievoller Weise in ihren Schmuck mit ein. In ihrem Spätwerk findet sie vor allem an der Gestaltung von kleinen Frosch- und Entenbroschen Gefallen, in die sie Goldkoralle und Opale integriert.

Begleitend zur Ausstellung, die bis 3. Juni im Deutschen Goldschmiedehaus zu sehen ist, liegt eine umfangreiche Publikation (dt./engl.) vor: EBBE WEISS-WEINGART. 70 Jahre Schmuck.




Buchpräsentation: Die unbekannte Wiener Werkstätte

Stickereien und Spitzen 1906 bis 1930

MAK FORUM, Wien (AT), Di., 23.01.2018, 18:00 Uhr

Das Archiv der Wiener Werkstätte im MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst in Wien birgt zahlreiche, bislang unveröffentlichte, künstlerisch ausgefeilte Unterlagen zu Entwurf und Produktion von Spitzen und Stickereien aus der Zeit von 1906 bis 1930. Zusammen mit im Museum erhaltenen Objekten vermitteln Skizzen und Entwürfe wichtiger KünstlerInnen wie Josef Hoffmann und Dagobert Peche oder Maria Likarz-Strauss und Mathilde Flögl, aber auch Blaupausen, Klöppelbriefe, Mustermappen und historische Fotografien ein authentisches Bild dieses kaum bekannten Bereichs der Wiener Werkstätte.

Zur Publikation sprechen: Christoph Thun-Hohenstein (Generaldirektor, MAK), Elisabeth Schmuttermeier (Kustodin MAK-Sammlung Metall und Wiener-Werkstätte-Archiv), Dirk Allgaier (Verleger) sowie Angela Völker (Kunsthistorikerin, 1977–2009 Kustodin MAK-Sammlung Textilien und Teppiche)

Alle Informationen zu unserer Publikation finden Sie hier.